" F o l l o w   M e ! "

Alfred Nigel Bruckner - "Tourist Guide" / Writer

MOUNT KANLA-ON VULKAN und NATIONALPARK

Das erste Mal, als ich die Philippinen besuchte - nach der "EDSA Revolution 1986, wurde ich gleich von einer Schar Kinder umringt und mit "Hey, Joe!" freundlich begrüßt. Und schon streckten sich mir Hände entgegen mit den Worten: "Hey Joe, gib' mit einen Peso bitte, was weniger eine Aufforderung ist, als vielmehr eine Art Begrüßung, die noch aus der Zeit stammt, als die amerikanischen GI's im Lande waren. 

Unzählige Male besuchte ich das Land und bereiste Luzon, dann Visayas - bis hinunter nach Mindanao und genoß die herzliche Gastfreundschaft der Filipinos.

Dann fand ich schließlich meine "zweite Heimat" in der viertgrößten der - bei Ebbe - 7,107 Inseln, in Negros, wo ich zunächst, bevor ich nach Bacolod City übersiedelte, in La Carlota City "heimisch" wurde und gründete dort

L C T & T  -  LA CARLOTA TOURS & TRAVEL

" S U G A R L A N D I A "

Negros ist bekannt als „Sugarlandia“, weil mehr als die Hälfte der Zuckerproduktion in den Philippines aus Negros kommt.

 

Und dazu ist eine Geschichte zu erzählen:

Nach einer Legende wird erzählt, dass – lange, bevor die Spanier 1567 auf der Insel Negros landeten, die damals noch "Buglas" hiess – ein Krieger und tapferer Prinz lebte: Kanla-on, der Sohn von König Suta, dem Herrscher über Berge und Wildnis. Kanla-on war verliebt in Prinzessin Marapara, der Tochter des Fürsten Mandalagan, dem Beherrscher der nördlichen Winde.

Am Tag ihrer Hochzeit traf ein Störenfried ein: Prinz Silay-on der Fischerfürst von Pulupandan. In einem Anfall von Eifersucht gerieten die beiden Krieger aneinander und ein heftiger Streit entbrannte. Kanla-on erschlug Silay-on, aber unglücklicherweise wurde Marapara durch einen Speer tödlich getroffen.

Prinzessin Marapara wurde beigesetzt und der Speer war eine Grabbeigabe. Wie durch ein Wunder wuchs aus dem Speer eine Pflanze mit grasähnlichen Blättern. Daraus konnte ein süsser Trank bereitet werden und so nannte man die Pflanze, die sich rasch ausbreitete und man nannt sie

Z U C K E R R O H R

Prinz Kanla-on blieb ledig bis er eines Tages starb und inmitten der Zuckerrohrfelder begraben wurde. Ein Hügel erwuchs aus der Grabstätte zu einem majestätischen Berg:

K A N L A - O N

Einheimische glauben, es sei sein „heiliger Berg“, ein Treffpunkt von Geistern, und dass im Inneren des Vulkans die Residenz von Prinz Kanla-on sei. Dann und wann macht er seinem Unmut über die Welt da draußen Luft und ärgerlich rumort er mehr oder weniger heftig.

Glückskindern – sagt man – ist's mitunter gestattet, an einem Tag mit Vollmond und Ebbe um Mitternacht die Residenz zu besuchen und dürfen dann die Gastfreundschaft von Prinz Kanla-on und Prinzessin Marapara genießen.

Einer meiner Lieblingsplätze ist Guintubdan, ein Stadtteil von La Carlota City in einer Seehöhe von 800 bis 1000 Metern, besonders früher, wenn ich von einer Tour nach Europa zurück kam: Tage ohne Telefonate, keine Meetings, News ….. kurz gesagt erholsame Ferientage in einer sauberen Umwelt.

Es ist ein ruhiger Platz – abgesehen vom Rauschen der Wasserfälle und dem Krähen von Hähnen – doch das ist „liebliche Musik“ in den Ohren, denn – so wird behauptet – die besten und feurigsten Hähne wachsen in dieser guten und gesunden Umgebung auf. Sie sind häufig die „Siegertypen“ in den Arenen.

Wegen der nährstoffreichen Vulkanerde ist die Gegend auch bekannt als Frucht- und Gemüsegarten von „Sugarlandia“. Und hier ist auch einer der Zugänge zum

K A N L A - O N   N A T I O N A L P A R K

einer 250 Quadratkilometer großen Wildnis rund um Gipfel und Krater an den Hängen des Mount Kanla-on, einem der aktivsten Vulkane in den Philippines, und mit seinen 2.465 Metern der höchste Gipfel in Visayas. Von den rund 200 Vulkanen des Archipels sind 21 aktiv.

Guintubdan ist ein Ort mit Kanla-on im Rücken, Sicht auf die westlich von Negros gelegenen Insel Panay und Guimaras dazwischen, letztere „Mango Island“ genannt wegen seiner etwa 160.000 Mangobäume. Kein motorisierter Verkehr – abgesehen von gelegentlichen Lieferwagen zur Abholung der Hähne zum Transport zu Airport und Hafen von Bacolod City und dem Lokalverkehr aus La Carlota City in die umliegenden Dörfer.

Regen gibt’s wegen der Hanglage öfters als im Flachland. Die Berge sind – meist am Nachmittag zunehmend – oft in Wolken. Nachts klart es dann bis in den Morgen bis Vormittag auf. Dies ist zu bedenken bei einer der beliebten, durch örtliche Bergführer begleiteten, dreitägigen 

Tour auf den Mount Kanla- on zu Gipfel und Krater

Am ersten Tag wird von der Pforte zum Kanla-on Nationalpark bis in die Region unterhalb des Gipfels aufgestiegen, wo ein Basislager errichtet wird.

Morgens geht’s zu Gipfel und altem Krater. Nehmen Sie ein erfrischendes Bad im kühlen Wasser des vom Regenwasser gespeisten See - nur im Sommer möglich, bevor der See austrocknet. Nachmittags zurück ins Camp.

Am dritten Tag erfolgt dann der Abstieg entweder auf die Occident-Seite Richtung La Carlota City oder nach Canla-onCity in Negros Oriental.

 

Vulkanische Aktivitäten

In Intervallen von ein, zwei oder auch mehreren Jahren gibt’s mehr oder weniger heftige vulkanische Aktivitäten, die das Resultat hydrothermaler Störungen sind, wenn kaltes Wasser von außen in die heißen Bereiche im Berginneren sickert und das dann in Höhlen verdampft und sich dadurch Druck aufbaut, der sich – ähnlich wie in einem Dampfkochtopf oder Boiler über das „Ventil“ Krater entlädt und aus dem Berg oder Grund des Kraters Asche, Sand und mehr oder weniger große Steine in die Luft geschleudert werden – mehrere Hundert bis zu Tausenden Metern hoch.

Dies kann jederzeit passieren, mitunter ohne Vorwarnung, sodass die Umgebung des Kraters bis zu vier Kilometern Radius zur permanenten „Gefahrenzone“ erklärt ist.

Einheimische, die auf den niedrigeren Hängen und am Fuß des Vulkans leben, sind „familiär“ mit „ihrem“ Mount (und Prinz) Kanla-on und Aktivitäten. „Normale Routine“ ist die Regel, solange das Dach über dem Kopf heil bleibt und es nicht Steine und Felsen „regnet“.

Mlount K a n l a - o n Vulkan - 2,465 m - und N a t i o n a l p a r k