Die ganze Geschichte

 

Hier wird in mehreren Kapiteln  mein Leben  erzählt

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3 )  Österreich und Bayern - "Eisenbahner" und "Wetterfrosch"

"Eisenbahner" - von 1965 bis 1967

Und ein weiteres Mal hatte ich einen "Karriereknick" zu erleben. Denn eigentlich wollte ich mich Anfang 1965 bei der Österreichischen Bundesbahn für die Laufbahn eines "Fahrdienstleiters" bewerben.

Und ich habe mich schon Wochen vorher in Neuhofen an der Krems, dem Bahnhof, auf dem ich in Dienst treten solte / wollte, umgesehen, um mich schon mal auf die künftige Tätigkeit quasi "einzustimmen".

Soweit - so gut ..... Denkste, denn da ist noch "Onkel Doktor".

Also, die betriebsärztliche Untersuchung ergab, dass ich für den "Betriebsdienst" nicht geeignet sei, denn ich hätte - meinte der Arzt - eine "Rot-Grün-Schwäche" und damit war's nix.

Nun, dann halt nicht ..... und ich wurde als Kanzlist eingestellt und trat meinen Dienst in der Brückenmeisterei Linz an. Nach ein paar Monaten hatte ich einen Kollegen in der Bahnmeisterei 2 zu vertreten, der wegen längerer Krankheit dienstunfähig war.

Ich hatte mich schnell eingearbeitet, kam jedoch im Herbst - wieder als Vertretung - in das Vorzimmer des Dienststellenleiters in der Streckenleitung Selzthal in der Obersteiermark.

Aus der "Abordnung" wurde jedoch nach einer Weile eine "Versetzung" und damit war ich weg von Linz .... keine Musik mehr in meinen Kapellen, in denen ich mit meinem Tenorhorn mitspielte: Stickstoff-Werke, Bahn und Post und dann noch in einem Jugendblasorchester bei der Don Bosco Kirche, bei dem auch meine beiden Brüder Franz (Bass-Trompete) und Christian (Horn) spielten. Na ja!

Und irgendwann traf mich Amor's Pfeil und ich hatte mich in ein süsses, bayerisches Mädel aus Landshut verliebt und so zog es mich nach Bayern, wo ich - schau, schau, der Bahnarzt hielt mich für den Betriebsdienst "geeignet" ..... also ich landete am Bahnhof München-Laim.

In Kürze: Monika - zwei Jahre jünger als ich - war schwanger, was im konservativen Familien-Regiment nur heißen konnte: es wird geheiratet!

Das war dann am 31. Dezember 1966 der Fall und am 16. März 1967 kam Angelina zur Welt.

Wir wohnten bei den Eltern in Landshut, aber ich konnte mein "Dienstzimmer" in München nicht aufgeben, weil ich sonst nicht zu manchem frühen Dienstbeginn hätte da sein können.

Die Deutsche Bahn hatte mir eine Wohnung gegenüber dem Südbahnhof in München zur Miete angeboten - sehr gut gelegen und geräumig. Doch meine liebe Gattin wollte nicht, weil die Mama es so bestimmte.

Nun, wie es sich ergab, war eine Stelle im Ermittlungsdienst des Bahnhofes Salzburg frei .... und ich bewarb mich, denn zu Hause hatte (fast nur) die Schwiegermutter das Sagen und dem Schwiegervater war alles recht.

Also trat ich den Dienst in Salzburg an und wohnte im benachbarten Freilassing in Bayern - in der Einflugschneise des Airports Salzburg.

Bundesheer ab 1967 - "Wetterfrosch" ab 1969

Weil ich schon seit je her für die Fliegerei schwärmte, dachte ich, beim Österreichischen Bundesheer könnte dies möglich sein und rückte freiwillig - ich war nicht "wehrpflichtig", denn ich wohnte ständig im Ausland - am 2. Okrober 1967 zur 1. Kompanie des Fliegerausbildungs-Bataillons in Salzburg-Siezenheim ein.

Als verheiratet, stand mir sogar "Trennungsentschädigung" zu, die natürlich sehr praktisch war. Doch haben Monika und ich uns schon quasi getrennt und es lief die Scheidung. Angelina war nicht meine Tochter, wie's im Scheidungs-Urteil festgestellt wurde.

Sehr schnell war ich in der Kompanie-Kanzlei im Dienst, worüber ich sehr froh war.

Und die Scheidung war im Februar 1968 beim Gericht in Landshut. Ich war gar nicht beim Termin dabei. Die Sachlage war ja klar.

Ein paar Monate später wurden die beiden "Flieger"-Kompanien zu den beiden anderen auf den Fliegerhorst Hörsching bei Linz verlegt. Ich hatte die wirtschaftlichen Angelegenheiten der Kompanie als Aufgabe und es war ein wunderbarer Dienst.

Nun, mit der Militärfliegerei wurde es nix, was mir gar nichts ausmachte, denn ich konnte mich zivil fliegerisch ausbilden lassen. Zunächst Segelflug und dann auch Motor.

Eine Weile wurde ich in der Verwaltungsstelle beschäftigt, bis ich in den Wetterdienst wechselte ..... noch näher am "Geschehen". Und ich war vollends begeistert, denn ich hatte viel Gelegenheit zum Fliegen - in der Flugsportgruppe "Bussard" des Bundesheeres und auch sonst.

Ich hatte mich schon damals sehr für "Wetter" und "Klima" interessiert, was mir 2002 und 2003 sehr zugute kam, als ich im Deutschen Museum in München in über 500 Führungen Interessierte durch die Sonderausstellung führen konnte: "Klima - Das Experiment mit dem Planeten Erde".

Nun, der Dienst in der "Wetterwarte" des Bundesheers war - für mich - äußerst lukrativ und es hätte noch ein paar Jahre so weiter gehen können, doch wollte ich - ohne Matura war die Offizierslaufbahn nicht möglich - aus meiner Zeitverpflichtung entlassen werden.

Das hat eine sehr lange Weile gedauert, einen Minister-Rapport und ein Schreiben an Bundeskanzler Kreisky, der das Verteidigungsministerium des erkrankten Ministers führte. Aber in der letzten Oktoberwoche 1971 wurde ich aus meiner Verpflichtung entlassen - zum 31. Oktober 1971 ..... und ich erhielt sogar eine stattliche "Abfindung".

Also hatte ich auf die Schnelle nach einem Job zu suchen und so war ich ab 1. November 1971 wieder bei der Deutschen Bahn - diesmal am Hauptbahnhof München - im Betriebsdienst.

 

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Alfred Nigel Bruckner - A B N C - NEWS & COMMENTARIES ... Bacolod / Negros - Steyr / Upper Austria