Die ganze Geschichte

 

Hier wird in mehreren Kapiteln  mein Leben  erzählt

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4 )   LUFTHANSA  1972 - 1993  ... Rosmarie und Catalina

1971  kam ich aus Österreich wieder nach München, nachdem meine Zeitverpflichtung im Österreichischen Bundesheer auf meine Bitte zum 31. Oktober vorzeitig beendet wurde. Und ich landete ab November wieder im Betriebsdienst der Lufthansa auf dem Münchner Hauptbahnhof.

1972  war ich dann in der Flugsicherungsschule, bevor ich am 2. August zu LUFTHANSA wechselte und in der Flugzeugabfertigung der Münchner Station beschäftigt war.

In dieser Zeit lernte ich Rosmarie kennen: eine junge Witwe mit zwei reizenden Töchtern Petra und Monika im Alter von vier bzw. drei Jahren, deren Papa bei Bauarbeiten auf dem Münchner Airport tödlich verunglückte.

Rosmarie wohnte damals noch in Traunreut, etwa 60 km östlich von München, was für mich durch den Schichtdienst etwas ungünstig war, täglich zweimal die Strecke zu fahren, nachdem wir beschlossen hatten, zusammen wie eine Familie zu leben. Heiraten wollten wir nicht, um die Renten (Witwe und Halbwaise) nicht zu verlieren.

1973  konnten  wir eine sehr hübsche Wohnung in Haar - einem Vorort östlich von München und südlich vom Airport - beziehen und ab da war ich für die beiden süssen Mädels nicht mehr Alfred, sondern Papi.

Weitere Kinder wollten wir nicht und so ließ ich - Rosmarie vertrug die "Pille" nicht - eine Vasektomie vornehmen.

Da ich durch den Schichtdienst viel "freie Zeit" hatte, habe ich mich ab

1975 in eineigen Bereichen betätigt und war - unter anderem - für die AMERICAN EXPRESS Kartenorganisation tätig und betreute Vertragsunternehmen in Garmisch, Mittenwald und Oberammergau. Dort - wie auch auf dem Airport - konnte ich "Take-one"-Boxen mit Kartenanträgen platzieren und erhielt dafür Provision für jede genehmigte Karte, was ein recht hübsches "Taschengeld" war.

Auch hatte ich - in eigener Regie - mit ABH einen kleinen "Reise-Service" und arrangierte für Reisebüros und Kunden  München-Besuche, was auch sehr interessant war und ich "Events" anbieten konnte, die extra zusammen gestellt zu werden hatten. Es war ein recht hübsches Experimentierfeld ..... vielleicht für später einmal. So habe ich z.B. mit der Zeitung "Blick" in Basel einen Wochenende lug mit einer DC6 der Balair organisiert - mit Stadtrundfahrt, BMW-Werksbesichtigung und natürlich Hofbräuhaus.

Später - mein PKW war zu ersetzen - bestellte ich ein Fahrzeug, mit dem ich - anfangs - "Mietwagen" anbot und in weiterer Folge auf "Taxi" umstellte. Auch da konnte ich - ich machte das sehr gerne - experimentieren und rechnete ärztlicvh verordnete Krankenfahrten direkt mit den Kassen ab.

Und unsere Familie konnte mehr und öfters Urlaub machen und haben auch in München kulturelle Angebote angenommen.

Nun, ich hatte während meiner Militärzeit in Hörsching Gelegenheit, im Reitclub Wels zu Sonderkonditionen dem Sport nachgehen. Das habe ich dann auch in München weiter getan, kam jedoch Anfang der 80'er zum Kutschenfahren.

1983  war ich - mit einem Gespann und einem ungarischen Jagdwagen als Trainer in einem "Fahrwart"-Lehrgang auf dem Gelände des "Vielseitigkeits-Reiten" auf dem früheren Münchner Olympiagelände von 1972.

Eine Teilnehmerin machte einen Fehler und die Leinen rechts zu stark an, sodass wir aneinem Hindernis umkippten: beide waren wir - äußerlich - unverletzt, die Pferde gingen durch und warteten ruhig an einem Zaun, um abgeholt zu werden. Nur die Kutsche war "Schrott".

Na ja, im Verlauf der nächsten Wochen machten sich doch Rückenschmerizen bemerkbar und ich hatte auch Beeinträchtigungen des Gefühls im rechten Bein.

In Kürze: 1984 wurde ich das erste Mal operiert - ohne "Erfolg", dann etliche Reha-Maßnahmen ..... nun, 1985 folgte dann eine weitere Operation. Ich war zwar schmerzfrei, aber mit dem Gehen hatte ich so meine Probleme. Dies besonders in der kühlen Jahreszeit.

Statt weiterer Reha flog ich ins warme Florida und dort ging's mir gut. Nach einer Zeit erhielt ich dann von zu Hause die Mitteilung, dass ich in "Zeitrente" bis 1986 geschickt worden bin.

1986  ergab sich die Frage, ob ich weiter in Rente bleiben soll oder - ich wollte dies auf keinen Fall - wieder ins Berufsleben zurückkehren könnte. Meinen PKW hatte ich bereits vorher auf "Handgas-/Handbremse" umgerüstet, am Airport war alles barrierefrei, sodass ich in der Beweglichkeit kaum beeinträchtigt war.

So begann ich am 1. Oktober 1986 wieder bei LUFTHANSA auf dem Airport zu arbeiten - im Verkauf. Kurze Zeit später wurde ich in die Verkehrsleitung versetzt, denn - "arbeitsmäßig" - war ich ja nicht behindert.

"Privat" hatte sich allerdings "etwas" getan. Rosmarie hatte Schwierigkeiten, sich mit der Situation abzufinden und es kriselte in unserer Beziehung. 

Es hatte sich allerdings noch etwas getan: Petra - noch in Berufsausbildung - kam eines Tages mit dem Geständnis, dass sie schwanger sei. Für Rosmarie eine "Katastrophe" und so wollte sie einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen. Monika war strikt dagegen und hatte mich auf ihrer Seite.

In Kürze: man entschied sich für eine Abortion und der "Haussegen" war danach mehr als nur "schief". Na ja, ein "Kurschatten" war auch noch in der Nähe ..... und so entschied ich mich, die Beziehung zu beenden.

In Glonn bei Grafing im Landkreis Ebersberg fand ich eine sehr hübsche Wohnung - mit voll eingerichteter Küche und einem Wohnzimmer mit 55m2, zwei Balkonen auf, sodass - im Sommer - die Sonne von Westen durchschien bis zum Osten. Herrlich!

1987  traf ich Kollegen, die mit Filipinas verheiratet waren und ich kannte eine Filipina, die die "Kleine Wolke" im Kaufhof in München betreute. Sie war in der Nähe von Dachau verheiratet und hatte mehrere - noch unverheiratete - Schwestern in Orion / Bataan, auf einer Halbinsel von Luzon am Golf von Manila. Und so flog ich - mit Empfehlung von Nenita - nach Manila, um die Familie in Oron zu besuchen. 

Wieder hatte Amor's Pfeil getroffen und ich verliebte mich in  Catalina,  die alleredings 18 Jahre jünger war als ich. Macht nix .... ich hatte Zeit und wir beschlossen zu heiraten, was dann am 23. Juni 1987 in Quezon City auch geschah.

Filipinas benötigten damals für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Visum für Deutschland.  Und so stellten wir uns dann beim Lanratsamt Ebersberg vor und wollten eine Aufenthalsgenehmigung für Ina beantragen.

Und nun wurde es "interressant". Der Beamte eröffnete uns, dass er Ina - eigentlich - sofort ferszunehmen hätte, denn der Zweck ihrer Einreise war ja nicht ein "touristischer".

Es ging nochmals gut, denn wir flogen sofort am nächsten Tag nach Manila, um bei der deutschen Botschaft das "richtige" Visum zu beantragen. Wir eerhielten es und am nächsten Tag waren wir bereits wieder in Ebersberg. Alles war "OK" und Ina erhielt ihre Aufenthaltserlaubnis für zwei Jahre.

Ina lernte sehr schnell Deutsch und so war sie, um dies auch in der Praxis zu sprechen, in einem benachbarten Alten- und Pflegeheim in Glonn. Sie war dort sehr beliebt, bis .....

bei einer Routine-Kontrolle bei Ina TBC festgestellt wurde. Nun, wir waren "privat" versichert und so konnte sie sich in Btreuung von zu Prof. Dr. Frühwein im Großhaderner Klinikum in München begeben, der ihr allerdings den Rat gab, ihre Erkrankung in der Thurgauischen Höhenklilnik in Davos behandeln zu lassen. Das geschah auch unverzüglich.

Nach ein paar Wochen konnte Ina als geheilt entlassen werden und nur wenig später erhielt Ina die österreichische Staatsbürgerschaft.

So konnte sie, ohne dass sie die für Filipinas sonst sehr schwierige Visabeantragung zu durchlaufen hatte, als Österreicherin sehr schnell und unbürokratisch ein USA-Visum erhalten, denn sie fand eine Anstellung bei einer großen amerianischen Airline, die ihre Schulungen in Texas durchführte.

Da Lungenerkrankungen weniger geworden sind, hat die Klinik als "zweites Standbein" Reha angeboten und der Chefarzt Dr. Villiger war aktiver TriatlonSportler und ärztlicher Leiter des Schweizeer Winter-Olympia-Teams. So habe auch ich "gewonnen", denn ich war auch ein paar Wochen in Davos und mir ging's danach wesentlich besser als jemals zuvor.

Da ich ja nicht in "Rente" blieb, erhielt ich von der BfA einen beachtlichen Zuschuss für ein neues Fahrzeug, das auch umgerüstet zu werden hatte.

Ina lernte in einem Intensiv-Kurs der Uni Bochung Japanisch - wieder in schneller Zeit - und war dann gerne als "Dolmetscherin" in den Lounges auf dem Airport gefragt. Praxis hatte sie in einem mehrwöchigen Aufenthalt bei einer japanischen Familie erworben, die nicht Entglish und schon gar nicht Deutsch sprachen.

Es war ein sehr schönes Leben, das Ina und ich führten und wir reisten oft und gerne auf "Entdeckertouren" in den Philippines - von Luzon bis Visayas, wo wir in Badian ein sehr hübsches Beacn Resort & Hotel fanden, in dem wir gerne nach Touren ein paar Tage verbrachten, bevor wir wieder nach München flogen.

Wir hatten - wie es sonst für "Honeymooner" üblich ist - auch eine Palme gepflanzt.

1992,  als der Münchner Airport von Riem ins Erdinger Moos übersiedelte, zogen auch wir um, und zwar von Glonn nach Landshut, das näher am neuen Flughafen lag .

1993  bot LUFTHANSA ein "Vorruhestandsmodell" für 50ährige an. Nun, ich war zwar erst 47, doch es konnte ein "Weg" gefunden werden, denn es war die Frage, ob wir nicht beide nach Philippines umziehen wollten.

Innerhalb weniger Stunden und ohne "under the table" hatte ich im November meinen Status als "Immigtrant". Schon zuvor hatte ich bei jedem Flug eine Menge "Umzugsgut" transportieren können.

Nun tat Ina allerdings kund, dass sie lieber in München bleiben wolle, denn in ihrer Heimat waren Berufsaussichten wie in München  kaum gegeben. Ich wollte in den Philippines bleiben.

Wir hätten - wie über zehn Prozent der philippinischen Bevölkerung - ein "Long Distance Relationship" führen können.

So blieb ich dann allein in den Philippines und hatte Gelegenheit, im Badian Island Resort und Hotel eine "Beschäftigung" zu finden - als quasi "Consultant", allerdings zu philippinischen Konditionen.

 

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Alfred Nigel Bruckner - A B N C - NEWS & COMMENTARIES ... Bacolod / Negros - Steyr / Upperaustria