Die ganze Geschichte

 

Hier wird in mehreren Kapiteln  mein Leben  erzählt

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7)  Pensionist seit 2006 .... in München

ab 2013 in Bacolod, ab 2017 in Steyr

Betty Tenaja & Alfred Nigel Bruckner

Nachdem ich 2006 “regulär” pensioniert war, stellte ich das vorherige Pendeln zwischen Cebu und München weitgehendst ein, und konzentrierte mich dabei auf meine “bedarfsweise” Beschäftigung im Bayerischen Nationalmuseum, in dem – als ich Mitglied geworden bin – ein Projekt betreute, nämlich Schulkassen auf dem “Drachenpfad” durch's Museum zu führen. Als eine Art Cooperation zwischen Bacolod City Host Lions Club, wo ich als Melvin Jones Fellow Mitglied bin konnte dies quasi kostenlos angeboten werden.

 

Neben einigen weiteren “Ehrenämtern” in München wurde ich 2010 zum Ersten Vorsitzenden des Ortsverbands Schwabing Freimann im Sozialverband VdK Bayern gewählt und konnte das “Ehrenamt” dann 2014 an meinen Nachfolger Sigi Moser weiter geben.

 

Die 96th Lions Clubs International Convention 2013 fand im Juli in Hamburg statt und ich freute mich, eine Delegation des Bacolod City Host Lions Clubs Willkommen zu heissen.

 

Meine Fellow Lions luden mich ein, doch wieder “nach Hause” zu kommen, nach Bacolod, denn dort bin ich 1995 Mitglied geworden, nachdem mich mein Freund und Anwalt Constancio Legaspi in den renommierten Lions Club eingeladen hatte.

 

Nun, Constancio war – leider ist er bei einer International Convention in Chicago vor einigen Jahren verstorben – ein echter Freund, der mich in einem ziemlich langen Prozess vor Gericht vertreten hatte und mich somit vor dem Knast bewahrte. Aber das ist eine andere Geschichte, nämlich als eine "Lady", die L300 in LC T&T bei der Behörde anmeldete und auch die Versicherungsangelegenheiten erledigte, mich um einige Tausend Pesos betrog, weil sie L300  "privat" statt für "Personentransport" registriertel. Ein Prozess lieft ins Leere, da sie plötlich total verarmt und dadurch nicht mehr "zahlungsfähig" war. Na ja!

 

Auf die Spitze trieb sie es, als sie mich beim Immigration Office beantragte, mich zu "überprüfen". War nix, denn meine Papiere waren selbstverständlich in Ordnung. Also versuchte sie einen anderen Weg:

 

Sie verklagte mich vor Gericht, ich solle - vor Zeugen - zu ihr gesagt haben, dass der Tag nicht enden möge, bevor ich sie umgebracht habe. Eine schwere Anschuldigung eines Ausländers gegenüber eine Filipina. Nun - siehe oben - die Sache ging für mich nach langer Zeit und vielen Gerichtsverfahren letztlich "gut" aus ..... auch weil keine Zeugen mehr zu finden waren. Na ja!

 

Und ich folgte der “Einladung” meiner Fellow Lions in Bacolod gerne und so war ich im Herbst 2013  Gast bei Lion Mjf Dr. Eriberto Layda. Bei dieser Gelegenheit wurde ich 

2013 Melvin Jones Fellow (LCIF)

Als solcher unterstützte ich eines der Projekte des Bacolod City Host Lions Club, nämlich das Waisenhaus „Holy Infant Nursery“.

 

So sammelte ich – auch oder insbesondere in München – Sachspenden für die Kinder. Und ließ bei jeder Gelegenheit „die Sau 'raus“ und sammelte Geld, um – unter anderem – eine Bücherei für die Kinder einrichten zu können und Spielgelegenheiten zu schaffen. Wir haben die Waisen nur in einem Alter bis zu sechs Jahren. Danach wechseln sie zu anderen Einrichtungen, soweit sie nicht adoptiert wurden oder zu Pflegefamilien kamen.

Betty & Alfred ..... Leben als "Husband & Wife"

In dieser Zeit lernte ich auch Lion Betty kennen – eine pensionierte Lehrerin mit sechs erwachsenen Töchtern, die teils selbst Familien und Kinder hatten. Sie war noch verheiratet, lebte aber von ihrem Gatten getrennt.

 

Dieser verstarb später und so hatte Betty kein „Hindernis“ mehr, nochmals zu heiraten.

 

Im Gegensatz dazu jedoch ich, denn – nachdem es in den Philippines keine Scheidung gibt – ich war nach philippinischer Rechtslage weiterhin mit Catalina „verheiratet“, wenn auch nur „auf dem Papier“ – aber immerhin!

 

Nun, Betty und ich haben uns am 18. Mai 2014 dennoch verlobt – in der Absicht zu heiraten, sollte es eines Tages möglich sein, doch noch einen Weg zu finden, um eine neue Ehe eingehen zu können.

 

So war guter Rat – im wahrsten Sinne des Wortes – „teuer“.

 

Caesar Distrito, mein Freund und President des Bacolod City Host Lions Club, eröffnete 2015 ein Verfahren vor den Gericht in Bacolod, um die Münchner Scheidung in den Philippines quasi „anzuerkennen“ zu lassen und damit als „aufgelöst“ betrachten zu können. Eine Wiederverheiratung wäre danach möglich geworden.

 

Nach Investment von an die 5,000 Euro (etwa eine Viertel Million Pesos) an „Honorar“, Gebühren und Übersetzungen von Dokumenten etc. hat das Gericht schließlich am 29. Dezember 2016 verkündet, dass es „nichts entscheiden“ könne, denn man sehe sich nicht dazu in der Lage, eine im Ausland zwischen Ausländern durchgeführte Scheidung in den Philippines anzuerkennen. Nun, die Filipina Ina war schon 1989 Österreicherin geworden und ich ich war ja auch von Geburt an Österreicher.

 

Das war's!

 

Betty und ich fühlten uns dennoch wie „Husband and Wife“ und so führten wir eine „Long Distance Relationship“ mit zahlreichen Besuchen von mir in Bacolod 2014, 2015 und 2016 …. bis ich mich dazu entschloss, endgültig in Betty's Haus zu übersiedeln.

Umzug von München in Betty's Haus in Bacolod

Dies war am 8. Dezember 2016 der Fall, als ich die Münchner Wohnung in Schwabing aufgab und zu Betty zog. Allerdings musste ich sehr vieles in München zurück lassen – insbesondere Winterbekleidung und sonst etliches aus dem Haushalt, das ich nicht transportieren oder in weiteren Balik-Bayan-Boxes zum Versand bringen konnte. Na ja, ein Faltrad kam dennoch nicht in Bacolod an.

 

So manches war, wie sich im Lauf der Zeit herausstellte, nicht mehr wie in der Zeit der „Long Distance Relationship“. Ein dauerndes Zusammen-Wohnen ist doch etwas anderes!

 

Nun, wir stellen fest, dass Betty und ich in etlichen Dingen nicht immer „harmonieren“ und doch sehr verschiedene Ansichten haben, was in einem gemeinsamen Eheleben doch anders ist – insbesondere was den Haushalt betrifft und die „Budgetplanung“. 

 

Doch habe ich gelernt, dass – nach (mancher) philippinischer Meinung die Frau für das Haus und den Haushalt „zuständig“ sei, während der Mann das Finanzielle „erledigt“.

 

Und ich wurde an einen anderen Spruch erinnert, den ich schon früher hörte, nämlich dass es, wenn ich mich nicht vollständig „Pilipino Art and Culture“ anpassen wolle, für mich besser sei, wieder nach Austria zurückzukehren.

 

Es hätte – „auf Umwegen“ – möglich sein können, dass Betty und ich heiraten, wenn die zuständigen Behörden diesem zustimmten. Es fehlte nur noch ein „letztes“ Papier von der Österreichischen Botschaft in Manila, das ich zu besorgen gehabt hätte.

 

Und das erwartete Betty auch von mir und sie mich drängte … Doch das war mir – in Anbetracht der „Umstände“ – zu hastig, sodass ich mit dem philippinischen Wort „Later“ antwortete.

 

Daraufhin meinte Betty am 16. März 2017, wir seien dann wohl nicht mehr „Verlobte“, was mich veranlasste, mir ein Ticket zu besorgen-

Wieder in meiner "Heimat" Oberösterreich

Am „Tabor“ In Steyr (rechts oben) fand ich eine hübsche „Single“-Wohnung in ruhiger Lage und mit netterNachbarschaft oberfhalb der City von Steyr – 242 Stufen über die „Taborstiege“ .. und ich übersiedelte also in der Karwoche izunächst zumeinem Bruder Christian in Hofkirchen, bis meine eigene Wohnung bezugsfertug war ich am 25. April 2017 dort einzog.

 

Nun, ich war ja als Kind schonmal in Steyr, wo ich von 1958 bis 1960 im Internat in Gleink zur Schule ging.

 

Leider musste ich mich – wieder – von sehr vielen Dingen „verabschieden“, die in Bacolod zurück blieben.

27. Juni 2017 - "Lebenscomputer auf Neustart"

M O T T O  ....

Ich lebe jeden Tag so, als wär's der letzte.

An meinem Geburtstag beschloss ich, meinen "Lebenscomputer auf Neustart" zu setzen und mein Leben zu ändern ...und so feiere ich jeden Morgen "Geburtstag" - gerne mit Freunden und Allen, die mich mögen (oder auch nicht).


In der Zwischenzeit hatten wir beide reichlich Gelegenheit, über unser gemeinsames Leben nachzudenken und – in kurz – wir beschlossen, unsere "Long Distrance Relationship" doch wieder aufleben zu lassen  und weiter als "Husband and Wife" zu leben, wenn auch über einen halben Globus entfernt: Betty in Bacolod und ich in Steyr.

"MY HOME IS MY CASTLE" .... Batty's Haus in Alijis - Bacolod